Fight For Your Right – Mein linker Fuß und Ich bin Sam

Mein linker Fuß - Ich bin Sam; Warner Bros.

Manchmal braucht man Mutmacher. Filme, die einem beweisen, wie lebenswert das Leben doch sein kann, auch wenn es nicht den Anschein hat. Gut, dieses Paradigma könnte man jetzt auf eine sehr breite Masse an Hollywood-Dramen beziehen. Ich möchte heute aber auf die ultimativste Form der Mutmacher-Movies hinweisen. Nichts macht den Menschen so machtlos wie eine Krankheit. Nicht mehr Herr über den eigenen Körper zu sein und das Gefühl zu haben, nicht mehr am Leben teilhaben zu können – wie soll man sein Schicksal akzeptieren, wenn es manchmal so verdammt ungerecht zugeht? Das Kino hat auch dazu zwei wundervolle und sensible Geschichten parat, die wirklich bemerkenswert kämpferische Persönlichkeiten ehrt.

Ab zu den Filmen!

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Father & Son – The Road und There Will Be Blood

The Road [DVD]; ca. 8 EuroBoys will be boys – So sind sie eben, die Jungs. Die Frage wie sich die Geschlechter auf filmischer Ebene inszenieren richtet sich in der Regel ja eher an die Frauen. Inwieweit sich eine starke oder selbstbewusste oder eigenbestimmte weibliche Persönlichkeit in einer Männerdomäne durchsetzen kann, sie aber trotzdem noch Mutter, Ehefrau und Geliebte bleiben kann. Der frauliche Kampf gegen männliche Dominanz kann wundervolle Leinwandabenteuer hervorbringen oder eben auch ganz mieserable. Ich selbst habe mich hier auch schon mit dem einem oder anderem Frauenfilm auseinandergesetzt – jetzt ist es aber mal Zeit für die Männer! Und da ich die Mütter dieses Jahr schon bedacht habe, sind jetzt die Väter dran.

Ab zu den Filmen!

Schwarz Zu Blau – Der Himmel über Berlin und Berlin Calling

Der Himmel über Berlin [DVD]; ca. 8 EuroMeine Lieben, ich lebe noch! Ich habe mich spontan abgemeldet, was vielfache Gründe hatte. Der inzwischen wieder abgeflachte Sommer war ebenso schuld, wie ein gewisses Computerspiel. Technische Ausfälle und berufliche Stolpersteine haben meine Sommerpause dann noch etwas weiter in die Länge gezogen – meine Abwesenheit begründete sich also auf eine gesunde Mischung aus Vergnügen und Pflicht. Auch wenn mir die Zeit gefühlt immer noch durch die Finger rinnt, möchte ich doch jetzt wieder verstärkt einige Minuten hierfür aufwenden. Während ihr nun also alle fleißig Filme geschaut und gebloggt habt, ist meine Film-Liste stetig gewachsen und kein Stück kürzer geworden. Bevor ich meinen Rückstand aufholen kann, hier erstmal eine kleine deutsche Städtekunde.

Ab zu den Filmen!

I’m Like A Bird – Into The Wild und The Beach

Into The Wild, The BeachPraktischerweise fiel der diesjährige Tag der Erde auf einen Sonntag, so dass ich ihn tatsächlich zelebrieren konnte. Selbstverständlich habe ich das getan, indem ich eine passende Filmauswahl getroffen und dazu rein biologische Kekse in Kombination mit Fair-Trade-Kaffee genossen habe. Mein fauler Sonntag wurde also ein cineastischer Nachmittag im Zeichen des Earth Days, woran ich euch jetzt natürlich auch teilhaben lassen muss.

Ab zu den Filmen!

The Winner Takes It All – Melancholia und The Tree of Life

Melancholia, The Tree of Life

Bald ist es soweit. Die Oscar-Verleihung steht bevor und dann wird The Artist endlich mit goldenen Männer überschüttet. Die Spannung ist kaum zu ertragen. Es wurde ja schon mehrfach festgestellt, dass die Nominierungen keine Euphorie-Stürme auslösen und sich auch selten so deutliche Favoriten in den wichtigen Kategorien herauskristallisiert haben. Nun ja, ich werde das erste Mal seit Jahren nicht Montagnacht durchmachen und mir die Preisvergabe ansehen. Obwohl (oder auch gerade weil) ich inzwischen einige der Topfavoriten gesehen habe, strafe ich die Academy dieses Jahr mit Gleichgültigkeit. In meinen Augen hat der wichtigste Filmpreis der Welt noch nie so sehr an den wahren Meisterwerken vorbei gesehen. Daher hier meine beiden Lieblinge des Kinojahres 2011, die entweder gar nicht oder zu wenig Beachtung bei den Awards gefunden haben.

Ab zu den Filmen!

Til The World Ends – The Book of Eli und I am Legend

The Book Of Eli, I Am Legend

Das Ende ist nah. Es gibt so Tage, an denen habe ich so gar nichts dagegen. Wenn man vollkommen in seinem persönlichen Sumpf aus Bürostress, Familienalltag und Freundeskreis versinkt, ist so ein kleiner Weltuntergang nicht unbedingt schlecht. Einfach mal alles wieder auf null setzen. Die Zivilisation ausradieren und dann wieder von vorne aufbauen. Ich schätze, das ist der Trotz des postmodernen Kindes. Selbstverständlich fällt auf mein Zurufen kein Meteorit vom Himmel oder eine tödliche Seuche bricht aus. Dafür gibt es ja la Cinema. Muss die Welt eben erst mal nur in meinem Keller ihr Ende finden.

Ab zu den Filmen!

Ich Find Dich Scheiße – Good Night, and Good Luck und Die Queen

Good Night, and Good LuckIch selbst bin ja noch nicht sonderlich lange in der Social-Media-Welt unterwegs und habe erst kürzlich ein neues Wort gelernt: Shitstorm. Obwohl dieser Begriff offenbar inflationär im Web eingesetzt wird und sogar zum Anglizismus des Jahres 2011 erklärt wurde, bin ich erst jetzt durch einen Artikel in der enorm bewusst darauf aufmerksam geworden (Februar-Ausgabe 2012: Im Auge des Shit-Stürmchens). Im Prinzip wieder mal eine neue Form des Protestes und scheinbar auch recht wirkungsvoll. Massenbeleidigungen bis der Gegenüber einknickt, das Ganze dann noch medial etwas aufblasen und schon ist die Kacke am dampfen (oder eben am stürmen). Mir erschließt sich nur nicht so ganz, inwiefern das ein neues Phänomen sein soll. Nach eingehender Grübelei habe ich mal zwei Filme herausgesucht, die in meinen Augen ebenfalls waschechte, realgeschichtliche shitstorms zeigen.

Ab zu den Filmen!

Love Hurts – Zeiten des Aufruhrs und Blue Valentine

Zeiten des AufruhrsKaum bin ich mal ein Wochenende lahmgelegt (fiese Halsentzündung), kündigen sich bereits die ersten Zeichen des Weltuntergangs an. Zumindest wenn ich der Presse glauben darf: Heidi Klum und Seal haben sich getrennt! Oh mein Gott! Wären wir bei Supernatural, wäre das erste Siegel zum Weltuntergang damit wahrscheinlich gebrochen worden. Heute morgen gibt es kein anderes Thema und offenbar ist die Bestürzung über diese Trennung sehr groß. Und jetzt fragen sich alle: Woran hat es gelegen? War es absehbar? Gab es erste Anzeichen? Ich beantworte diese (überflüssigen) Fragen mit zwei Filmen, die die Ehe von ihrer dunkelsten Seite zeigen.

Ab zu den Filmen!

Teenager In Love – Die Träumer und Was nützt die Liebe in Gedanken

Die Träumer, Was nützt die Liebe in GedankenWas weiß man schon von der Liebe, wenn man jung ist? Geschweige schon von Sex. Da sind Irrungen und Wirrungen einfach vorprogrammiert. Heutzutage leidet die Jugend an einer Überdosis Sexualität dank der medialen Hyperpräsenz. Als nachkommende Generationen der sexuellen Revolution sind Tabus kaum noch vorhanden, es gilt nur nicht schwanger zu werden oder sich was einzufangen. Nichtsdestotrotz gibt es noch einige Stolperfallen, die sich mit dem Erwachen der Hormone aufstellen. Hier sollen zwei Filme vorgestellt werden, die ganz besonders dramatische Fehltritte der jugendlichen Liebe zeigen und dabei direkt und sensibel zugleich sind.

Ab zu den Filmen!

Heal The World – Blood Diamond und Lord of War

Blood DiamondSo, bevor es morgen tatsächlich weihnachtet und die Familie einfällt, nutze ich noch die etzten ruhigen Minuten für einen Beitrag. Es ist bekanntermaßen auch jetzt die Zeit, zu der man nicht immer nur an sich denken soll, sondern auch an seine Nächsten. Gott sei Dank lässt uns das Fernsehen das auch nicht vergessen. Spendenaufrufe überall. Inzwischen sind es nicht mehr nur die traurigen Kinderaugen der Sternstunden, die um Hilfe bitten – der Hundeprofi Martin Rütter holt auf VOX die Welpen zum Geld sammeln raus. Ich selber wurde auch wieder von UNICEF und den SOS Kinderdörfern mit Weihnachtskarten eingedeckt. Das ist an sich ja alles nicht verkehrt. Hier soll Wohltätigkeit auf keinen Fall in Frage gestellt werden. Aber diese Dauerpenetration der Tränendrüsen zur Weihnachtszeit hinterlässt immer so einen grauenvollen Beigeschmack. Muss es denn immer so rührselig sein? Kann man auf das Elend der Welt nicht mal ohne Klavieruntermalung hinweisen? An sich ist es doch schon traurig genug, oder nicht? Muss da wirklich immer noch nachgeholfen werden? Daher sind hier mal zwei Filme, die wirklich zum Nachdenken anregen und zwar ohne dabei jemals in Tränenfluten zu ertrinken.

Ab zu den Filmen!