3. Kult-Türchen mit reichlich Fusel

Je weiter ein Biopic von der Realität entfernt ist, desto kultiger wird es.

Barfly (1987)

Regie: Barbet Schroeder

Drehbuch: Charles Bukowski

Darsteller: Mickey Rourke, Faye Dunaway

Schon wieder ein Film, der nicht durch seine ausgefeilte Story besticht. Hier wird im Prinzip die Lebensgeschichte des Schriftstellers Charles Bukowski erzählt, der auch das Drehbuch dazu lieferte. Man sollte dieses vermeintliche Biopic mehr als Image-Kampagne verstehen, denn Bukowski hat seine Selbstdarstellung als abgehalfterter Säufer sehr gerne gepflegt. Mit Mickey Rourke hat er noch dazu eine Idealbesetzung gefunden. Rourke mimt Henry Chinaski, einen leidenschaftlichen Trinker, der tagsüber Gedichte schreibt und nachts durch die Bars zieht. Dabei fängt er sehr gerne Prügeleien an, die er naturgemäß verliert. Schließlich verliebt er sich in Wanda, die von Faye Dunaway als ebenbürtige Partnerin in crime zu Rourke dargestellt wird. Das Bemerkenswerte an der ganzen Geschichte ist, dass an ihr nichts unnatürlich Dramatisches haftet – die Figuren dürfen sein wie sie sind, ohne einer höheren Moral zum Opfer zu fallen. Der Schriftsteller selbst zeigt sich übrigens auch vereinzelt als Statist am Tresen. Für alle, die jemals an dem Darsteller Mickey Rourke gezweifelt haben und gerne mit Herrn Lehmann um die Häuser ziehen würden!

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