Danger! – Ein Fisch namens Wanda und Kindsköpfe

Ein Fisch namens Wanda [DVD], ca. 8 EuroMeiner glänzenden Laune ist es zu verdanken, dass ich mich heute den Komödien widme. Dabei habe ich mich aber dazu entschlossen, heute nicht (!) meine lustigsten Filme aller Zeiten zu küren, sondern stattdessen den für mich fragwürdigsten Humor des modernen Kinos zu thematisieren. Mit anderen Worten: Die beiden heutigen Filme erschließen sich mir nicht. Während andere sich vor Lachen ins Höschen machen, bin ich unangenehm berührt oder verstehe es einfach nicht. Da ich mir nach eindringlichen Empfehlungen diese beiden Filmperlen nun aber angesehen habe, verwerte ich hier nun meine Eindrücke. Es soll offen gelassen werden, ob dieser Beitrag als Warnung oder Empfehlung zu verstehen ist…

Nichts ist trauriger als eine schlechte Komödie. Wenn sich andere Genres, wie Action oder Horror, vielleicht noch dadurch retten können, dass sie unabsichtlich komisch werden, hat eine verhunzte Komödie schlichtweg verloren. Allerdings möchte ich betonen, dass keiner der von mir gewählten Filme perse schlecht ist. Das ist einfach nicht der Fall und ich möchte auch keinen shitstorm provozieren. Besonders nicht, wenn ich mit Ein Fisch namens Wanda (1988) einen Kultfilm sondergleichen ausgewählt habe. Zudem noch Oscar-prämiert. Trotzdem gelingt es der Geschichte um einen misslungenen Juwelenraub nicht mich zu amüsieren. Die filmischen Vorraussetzungen sind an sich hervorragend: John Cleese, Jamie Lee Curtis und vor allem Kevin Kline sind ein Traum-Cast und legen sich richtig ins Zeug. Laut, überzogen und anzüglich – so wie es die Briten am liebsten haben. Das Verwirrspiel von femme fatale Curtis legt ein ordentliches Tempo vor, wobei zwischenzeitlich Klischees und Stereotypen deftig aufs Korn genommen werden. All dies zeichnet die letzte Regiearbeit von Charles Crichton aus und dennoch bringt es mich nicht zum Lachen. Ist es der britische Humor oder sind es die 80ziger? Bin ich zu deutsch oder zu jung für diesen Film?

Vielleicht bin ich auch zu spießig. Zumindest widerlegt meine zweite Filmwahl die Vermutungen, dass mein Alter oder meine Nationalität Schuld sind. Kindsköpfe (2010) ist eine amerikanische Produktion des 21. Jahrhunderts und wurde von mir nach 15 Minuten Spielzeit abgebrochen. Später wurde die DVD von Freunden nochmals eingelegt und bis zu Ende geschaut. Fazit: Ich brauche neue Freunde. Naja, nicht ganz. Es reicht auch solche Filme in Zukunft zu verstecken. Tatsächlich war Kindsköpfe für mich beinahe unerträglich. Es war nicht nur nicht lustig, es hat auch meine Schamgrenzen deutlich ausgereizt. Darauf war ich in keinster Hinsicht vorbereitet. Ansonsten handelt es sich auch nur Kindsköpfe [DVD]; ca. 8 Euroum eine unaufgeregte Feel-Good-Komödie: Ehemalige Highschool-Buddies in der Midlife-Crisis mieten ein Ferienhaus und wollen wieder jung und unbeschwert sein. Sie haben sich natürlich alle total unterschiedlich entwickeln und so entspricht jeder seinem Typus Amerikaner: Öko, Bonze, Familienvater und Afro. Da folgt natürlich ein witziges Missverständnis auf das nächste. In diesem Fall kenne ich den Grund für meine Humorlosigkeit ganz genau: Adam Sandler – Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Produzent. Es bleibt mir einfach ein Rätsel, was an seinen Filmen komisch ist.

Ganz gleich wie lustig oder nicht – Beim gemeinschaftlichen Film-Schauen gilt die gleiche Regel wie bei Männern: Immer über den Witz lachen! Alles andere führt zu unnötigen Diskussionen.

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2 Kommentare

  1. „Ein Fisch namens Wanda“ finde ich teils urkomisch und wirklich zum wegschmeißen, dann hatte ich aber auch schon Sichtungen, nach denen ich mich fragte, was ich denn damals so komisch an dem Film fand. Insgesamt sind meine Erinnerungen daran aber sehr gut.

    Den zweiten Film werde ich mir wohl nicht geben…

    Antwort
    • Ich kenne einige, die „Ein Fisch namens Wanda“ lieben und sich vom Stuhl schmeißen vor Lachen. Umso neugieriger war ich auf den Film. Aber meine Lachmuskeln kamen irgendwie nicht zum Einsatz.

      Antwort

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