How Can You Mend A Broken Heart – Notting Hill und Sex and the city

Notting Hill [DVD]; ca. 8 EuroSonntagnachmittag und ich könnte so viel sinnvolles vollbringen. Bedeutende Texte lesen, Frühjahrsputz, Finanzkram. Endlich mal Zeit und Ruhe, um Dinge zu erledigen und ich tue es trotzdem nicht. Meiner Ansicht nach ist der Sonntag auch nicht dafür geschaffen, um wirklich sinnvolle Aufgaben zu beenden. Das ist der Tag, an dem man sich gewissentlich von all diesen bedeutenden Dingen ablenken sollte. Indem man eine alte Staffel seiner Lieblingsserie an einem Stück durchschaut zum Beispiel. Oder vollkommen willkürliche Filme aus dem Regal zieht und diese dann unter einem noch viel willkürlicherem Thema in seinem Blog vorstellt. Dann mach ich das mal.

Um mich wirklich vollends von meinen eigentlichen Pflichten ablenken zu können, braucht es eine gute Dosis Irrealismus. Irrealismus in der Feel-Good-Variante mit der Gewissheit, dass das so niemals passieren würde. Der Stoff aus dem die Träume sind, in feinster Ausführung sozusagen. Nichts passt auf diese Beschreibung besser als Notting Hill, eine DER Julia-Roberts-Romantikkomödien. Mittelloser Fachbuchhandlungsbesitzer (Hugh Grant) trifft zuffällig auf Mega-Filmstar (Julia Roberts) und die große Lovestory nimmt ihren Lauf. Es geht gar nicht wirklichkeitsferner. Aber das ist eben genau der Zauber dieser Geschichte, den Pretty Woman Julia Roberts in ihren Filmen fest für sich verbucht hat: Das Spiel mit den unmöglichsten Sehnsüchten der Zuschauer. Ja, wir wollen das auch – Angelina Jolie unangemeldet zu der Geburtstagfeier unserer Schwester mitnehmen und/oder gleich zuhause behalten. In meinem Fall wohl eher Brad Pitt, aber egal. Abgesehen davon bietet die Komödie aus 1999 auch sonst alles, was man sich wünscht. Roberts und Grant in solider Bestform und einen umwerfenden Rhys Ifans, der den Film vor dem wahrem Kitsch rettet.

Meine zweite Wahl, um die lästigen Verpflichtungen aus dem Kopf zu spülen, setzt gleich noch einen drauf. Es gibt wohl nichts fantastischeres als Sex and the city. Die Spielfilmfortsetzung(en) zur ursprünglichen Serie setzen allem noch die Krone auf. 2008 und damit vier Jahre nach dem Serienende ist alles noch größer, schöner, besser. Carrie Bradshaw alias Sarah Jessica Parker ist noch verliebter und noch reicher als je zuvor. Endlich steht die große Hochzeit mit Mr. Big an. Die anderen Mädels sind auch glücklich verheiratet, scheffeln Kohle und geben sie mit beiden Händen wieder aus. Natürlich gibt es kleinere Krisen, aber hey, wir wissen alle, dass wir das durchstehen werden. Sex and the city [DVD]; ca. 5 EuroSo sarkastisch sich das jetzt auch gelesen haben mag, der Film gibt sich als nichts anderes aus. Labels and Love ist von Beginn an das offizielle Motto und das ist es dann nun mal auch. Da kann man an sich auch nicht meckern, denn der Film genügt in dieser Hinsicht seinem eigenem Anspruch voll und ganz. Sobald man bereit ist, da mitzugehen, bietet der Film feinste Unterhaltung. Ich gebe es auch zu: Der Schaulauf der Designer-Hochzeitskleider entlockt auch mir jedes Mal einen langgezogenen Seufzer.

Vielleicht noch eine kleiner Nachtrag zum Schluss. Tatsächlich war meine Filmauswahl gar nicht so willkürlich. Die Musik verbindet sie. Der Titel How can you mend a broken heart von Al Green hat mich von Notting Hill zu Sex and the city und schließlich auch zu The Book of Eli geführt. Aber letzterer passt hier nicht rein.

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Ein Kommentar

  1. „Notting Hill“ mag ich unfassbar gerne. Hat aber auch persönliche Beweggründe. Sollte ich wohl dringend mal wieder schauen…

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