Bück Dich Hoch – Tage wie dieser und Working Mum

Tage wie dieser [DVD]; ca. 8 EuroDas Berufsleben ist doch ein nicht enden wollendes Drama. Im Büro versucht man sich irgendwie mit Kollegen, Fristen und Projekten zu arrangieren. Sobald man das Büro allerdings verlassen hat, brechen die vielen anderen Dinge über einen herein, wie z.B. eine Hausarbeit rechtzeitig abgeben, eine Geburtstagsfeier organisieren, den Handyvertrag kündigen und einen neuen abschließen, etc, etc. Was da eben nicht so alles hinter der Bürotür auf einen wartet – auf beiden Seiten wohlgemerkt. Natürlich ist das kein Dauerzustand, aber wenn das Alltags-Chaos erst mal regiert, ist nun mal Land unter. Da ich Freunden und Familie nicht mehr länger ein Ohr abkauen will, habe ich mir Leidensgenossen auf der Leinwand gesucht. Hier also unser Bürosklaven-Bericht.

Die wahre Herausforderung beginnt ja in der Regel erst, sobald der Nachwuchs mitmischt. Deshalb ist die Gruppe der arbeitenden Eltern natürlich besonders vom Bürowahnsinn betroffen. In der charmenten Romantikkomödie Tage wie dieser  aus dem Jahre 1996 werden gleich zwei Elternteile im Verlauf eines besonders hektischen Tages begleitet. Michelle Pfeiffer als resolute Mutter eines Sohnes und George Clooney als leichtlebiger Journalist und Vater sind beide geschieden und beide zu spät dran. Daraus folgt der beliebte Jonglierakt alleinerziehender Eltern: Wohin mit dem Kind? Obwohl das Drehbuch nicht mit wirklich einfallsreichen Pointen glänzen kann und auch die Charakterentwicklung stringent vorhersehbar verläuft, macht das Darstellerpärchen Pfeiffer/Clooney den Film insgesamt jedoch zu gekonnter Unterhaltung. Die Wortgefechte sitzen, das Tempo wird durchgängig gehalten und als Zuschauer lehnt man sich dabei gerne entspannt zurück. Das rege Leinwandtreiben überzeugt durch seine Kurzweile und heutzutage auch durch seine 90ziger-Jahre-Kulisse – was wäre dieser Film ohne seine markanten Steinzeit-Handys?

Mehr als ein Jahrzehnt später sieht das Szenario im Prinzip identisch aus. Diesmal ist es Sarah Jessica Parker, die den Strapazen einer Working Mum gerecht werden muss. Die Familie ist zwar intakt (sogar inklusive Kindermädchen) und trotzdem gestaltet sich die Balance zwischen Familie und Beruf schwierig. Entweder Chef oder Ehemann sind unzufrieden, es ist in Parkers Fall eine tatsächlich unmögliche Aufgabe alles unter einen Hut zu bringen. Immer wieder stolpert sie über ein paar wirklich nette Mutterprobleme und geht hinreißend unbeholfen damit um, wie z.B. im Kampf gegen Läuse. Leider ist das filmische Konzept neben Parkers Performance unglücklich gewählt. Es wird der Anschein einer dokumentarischen Darstellung der EreignisseWorking Mum [DVD]; ca. 10 Euro gegeben, indem sowohl Hauptdarstellerin wie auch einzelne Nebenfiguren die jeweiligen Episoden direkt in Richtung des Zuschauers kommentieren. Allerdings stellt sich dabei schnell die Frage, warum dürfen fast ausschließlich irrelevante Nebencharaktere ihren Senf dazu geben? Tja, warum? Noch dazu ziemlich überzeichnete Vertreter ihrer Art, die in keinster Weise überraschende Kommentare von sich geben. Das wäre doch gar nicht nötig gewesen, denn die Geschichte und ihre Protagonistin wissen auch so gut zu unterhalten.

Mein persönliches Baby, dieser kleine Blog hier, wurde in den letzten Wochen auch etwas vernachlässigt. Aber auch ich gelobe Besserung und es gibt ja auch schon wieder einen Lichtblick am Schreibtischhorizont: Die Urlaubszeit naht.

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