Media Monday #38

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1. Der beste Film mit Charlton Heston ist für mich Im Zeichen des Bösen. (Allerdings nicht wegen Charlton Heston, den ich per se nie zu schätzen gelernt habe. Von allen Filmen, den ich mit ihm gesehen habe, ist das aber noch mein Liebling.)

2. Jim Jarmusch hat mit Broken Flowers seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich sonst nichts von ihm kenne und den Film eigentlich auch nur wegen Bill Murray angesehen habe. Allerdings steht bei mir schon lange The Limits of Control ungesehen im Regal. Bin mal gespannt, ob den jemand empfehlen kann? (Kleiner Motivationsschub für mich vielleicht? Irgendjemand?)

3. Der beste Film mit Judi Dench ist für mich Tagebuch eines Skandals(Wobei sie mir auch immer als Queen Elizabeth in Shakespeare in Love in Erinnerung bleiben wird. Eine wahre Königin.)

4. Es gibt ja so manches Genre, was im Grunde so gut wie ausgestorben ist, seien es Piratenfilme oder auch klassische Western, auch wenn es (erfolgreiche) Ausnahmen von der Regel gibt (Pirates of the CarribeanTrue Grit). Könnt ihr euch erklären, warum diese von der Bildfläche verschwunden sind? Ganz plump gesagt: It’s time to move on. In den hier angesprochenen Fällen wie Piraten und Cowboys würde ich behaupten wollen, dass ihre Geschichten schlichtweg erzählt worden sind und damit auch ihr Ende gefunden haben. An sich haben diese klassischen Abenteuerfilme so strikte Genre-Grenzen, dass deren Weiterentwicklung im modernen Kino kaum möglich ist. Umso schöner sind dann natürlich gelungene Ausnahmefälle, die aber eben auch besonders durch den alten Mythos aufleben und sich dessen bedienen. 

5. Ist es euch schon einmal passiert, dass ihr erst aufgrund der Verfilmung von einem Buch erfahren hattet, welches ihr daraufhin gelesen habt und wie hat das gegebenenfalls eure Sichtweise auf den Film verändert? Das kommt sogar recht häufig vor. Mein liebstes Beispiel ist nach wie vor Brokeback Mountain, dessen literarische Vorlage (eine Kurzgeschichte von Annie Proulx) ich seit dem Film immer wieder gerne lese und dabei aber auch immer die Bilder aus dem Film im Kopf habe. Besonders gerne lese ich auch die literarischen Vorlagen zu Historienfilmen mit vermeintlich realgeschichtlichem Hintergrund, wie z.B. Das Mädchen mit dem Perlohrring oder Die Geisha. Denn dabei habe ich so gut wie immer ein fantastisches Buch hinter einem kitschigem Film entdeckt. 

6. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten Serien zu schauen, ob auf DVD, im Internet, Pay- oder Free-TV, aber am ehesten bevorzuge ich doch die Heimkino-Variante oder das Internet, weil ich die Serien im Original sehen will und am besten gleich alle Folgen auf einmal. 

7. Mein zuletzt gesehener Film war Biutiful und der war zu echt, zu nah, zu viel, weil ich an einem einsamen Sonntagabend nicht ausreichend vorbereitet auf diesen Film war.

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8 Kommentare

  1. An „Biutiful“ werde ich mich wohl auch nie herantrauen. Schon die Inhaltsangabe klingt mir zu schwer. Damit könnte ich im Moment wohl nur schwer umgehen.

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  2. Ja! „Biutiful“ geht Einem echt an die Nieren. Da kann ich nichts untertreiben.

    Antwort
    • Hab mir grade mal die Wiki-Beschreibung durchgelesen. Der scheint wirklich nicht ohne zu sein…

      Antwort
      • Puh, komme gerade auch von Wiki, klingt aber gut… letztens war ich schon versucht den zu erstehen, habe dann aber doch nicht zugeschlagen. Ich glaube beim nächsten Mal muss ich aber, schwer verdauliche Filme reizen mich ja irgendwie; außerdem ist er ja vom Herrn Iñárritu, dem seine Filme mag ich 🙂

  3. ob den jemand empfehlen kann?

    Ja, ich 🙂

    Und „Biutiful“ fand ich nun nicht sooo herb, aber ich bin auch ziemlich abgestumpft. Heston wird wohl auch nach seinem Ableben keinen Popularitätspreis mehr gewinnen, scheint mir *g*

    Antwort
    • Ui, sehr gut. Ich lasse dich wissen, ob deine Empfehlung gereicht hat und meine verwaiste Dvd endlich zum Einsatz kam.
      Mr. Heston musste zum Ende viel Dreck einstecken, dass stimmt. Meine Antipathien rühren aber eher daher, dass ich als kleines Kind mit seinen alten Triumphen („Ben Hur“ und so) an so machen Nachmittag gequält wurde. Er hatte bei mir nie eine Chance.

      Antwort

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