Tequila – Rango und Irgendwann in Mexiko

Rango Blu-Ray; 15,99 EuroAngeblich soll sich ja bald mal wieder die Sonne in Deutschland zeigen und die Kälte aus den müden Knochen vertreiben. Das wird aber auch langsam mal Zeit! Ich persönlich merke auch, dass inzwischen der Moment gekommen ist, um aus dem Winterschlaf zu erwachen. Meine dieswöchige Filmauswahl ist daher auch von meinem sonnigen Gemüt geprägt und huldigt der heißen und zugleich leichten Unterhaltungskunst. Ohne lange Umschweife geht es daher direkt in die Wüste.

Die beste Entscheidung, die sich die Academy dieses Jahr auf die Fahnen schreiben darf, ist der Oscar für Rango. Als Regisseur Gore Verbinski den Preis entgegen nahm, war es der wohl schönste Moment der Verleihung. Sein erster und bislang einiziger Animationsfilm hat sogar Kung Fu Panda 2 und damit solidestes Animationskino im Rennen um den Award abgehängt. Und womit? MIT RECHT! Der Film ist auf vielen Ebenen ein wirkliches Highlight. Zunächst mal hebt sich Rango mit seinem visuellen Stil hervor, der von Anfang zu beindrucken weiß. Süß und knuddelig ist nicht. Tatsächlich kommt alles ziemlich hart rüber, die Details sind markant ausgearbeitet. In diesem Stil zeichnet Verbinsiki seinen Titelhelden, die Stadt Dirt und ihre zahlreichen Bewohner. Die schrullige Echse Rango profitiert ganz klar von ihrem menschlichen Vorbild Johnny Depp. Natürlich die Stimme, aber auch die Flapsigkeit ist für jeden Kinogänger sofort identifiziert: Johnny Depp = Rango. Verbinski und Depp sind nunmal seit der Fluch der Karibik-Reihe ein eingespieltes Team. Die Gags sitzen, das Timing stimmt, aber das Publikum wird damit auch nicht mehr wirklich überrascht. Trotzdem darf man mit Sicherheit auf das nächste gemeinsame Projekt der beiden gespannt sein. Diese Woche fiel die erste Klappe für The Lone Ranger, diesmal in der Wüste von New Mexico.

Das heiße Klima scheint Depp ohnehin zu liegen, schaut man sich die Liste der Settings seiner Filme an. Man kann es ihm nicht verübeln. Vor allem nicht, wenn die Sonne seiner schauspielerischen Leistung so gut tut. Nicht nur als Pirat, auch als korrupter CIA-Agent im mexikanischen Machtkampf ist Johnny Depp unübertroffen. In Robert Rodriguez finalem Teil seiner Mexico-Trilogie Irgendwann in Mexiko sticht Depp wieder mal überaus positiv hervor und stiehlt sogar dem Mariachi selbst die Show. Antonio Banders kann sich aber in seiner Heldenrolle dennoch gut behaupten, auch wenn ihn die vielen Nebencharaktere deutlich blasser aussehen lassen als noch in Desperado. Rodriguez steigert sich mit den Teilen seiner Trilogie: Was mit El Mariachi noch absolute Irgendwann in Mexiko - DVD; ca. 10 EuroLow-Budget-Filmkunst war, ist in Irgendwann in Mexiko zu Hochglanz-Kino geworden. Der Mythos des Gesetzlosen mit dem Gitarrenkoffer wird immer wieder aufgerollt und schließlich in den Plot um Politik und Drogen eingebettet. Ebenso nennenswert sind Willem Dafoe und Mickey Rourke als klassische U.S.-Antagonisten auf lateinamerikanischen Boden, die weiblichen Rollen von Selma Hayek und Eva Mendes sind nicht der Rede wert. Macht aber nichts – das mexikanische Pflaster ist nunmal eine Männerdomäne. Im Übrigens darf man sich auch weiterhin freuen: Rodriguez bleibt sich treu und widmet auch seinem neustem Leinwandhelden Machete eine Trilogie.

Vielleicht noch eine letzte postitive Nachricht zum Schluss: Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß. In diesem Sinne…

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2 Kommentare

  1. „Rango“ interessiert mich auch, doch konnten mich Trailer und Clips bisher nicht so recht überzeugen. Das Figurendesign ist interessant, doch das Westernsetting wirkt irgendwie fad. Wahrscheinlich mag ich die typischen Pixar-Animationen einfach lieber – obwohl mir ja auch „Die Legende der Wächter“ recht gut gefallen hat.

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  2. „Rango“ ist SUUUUPER. Ein geiler Film und verdienter Oscar-Sieger. Mit „Irgendwann in Mexiko“ hatte ich so meine Probleme. Fand ich irgendwie ein wenig zu überfrachtet. Da gefielen mir die vorherigen zwei Filme wesentlich besser.

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