Start Me Up – Varsity Blues und Blind Side

Varsity BluesDiesen Sonntag ist Superbowl-Sunday! Wohoo! Okay, okay, bei uns ist es eigentlich am Montag, aber da müssen wir jetzt mal großzügig drüber hinwegsehen. Obwohl es das wohl pompöseste Sportevent der Welt ist, lässt es den Deutschen ohnehin meistens vollkommen kalt. Ich habe es auch erst seit letztem Jahr für mich entdeckt und zelebriere es traditionell amerikanisch mit einer großen Fressorgie, die ich am nächsten Tag bereue. Da es aber nun mal in unseren Breitengraden etwas Zeit bis zum Übertragungsbeginn am Abend zu überbrücken gibt,  gilt es vorab die richtige Filmauswahl zu treffen. Was könnte da besser sein, als zwei Filme, die die Laune heben und nochmals die Regeln des American Footballs auffrischen.

Für den Durchschnittseuropäer halt sich die Faszination an diesem Sport bekanntlich in Grenzen. Vor allem weil sich immer irgendwie die Frage stellt: Wie funktioniert dieses Spiel überhaupt? Das Prinzip des American Footballs erklärt sich auch kein bisschen durch das bloße Anschauen eines Spiels. Meines Bruders wusste schon zu sagen: Da steckt ganz viel Taktik dahinter! Das ist nicht so einfach! Da es immer dumm ist, während des gesamten Spiels seine nächsten Angehörigen mit Fragen zu löchern, hier ein wertvoller Filmtipp. Varsity Blues gehört ehrlicherweise in die Kategorie Teenie-Film und weist einen dementsprechenden Fäkal-Humor auf. Die Handlung ist in einer texanischen High School angesiedelt und es dreht sich um den Ersatz-Quaterback Jonathan Moxon (James van der Beek), der unverhofft zum Spielmacher der Schulmannschaft wird. Nebenher gibt es natürlich Partys, freizügige Mädels und Stress mit den eigentlichen Star-Quaterback (Paul Walker). Eine flache Story für einen flachen Film. Aber die Materie des Footballs wird äußert eingehend dargestellt. Es ist so ein bisschen American Football für Dummies. Wer gerade den Trainingsszenen aufmerksam folgt, kann sich ein solides Halbwissen aneignen, mit dem sich die ersten Mysterien des Football-Sportes durchschauen lassen. Der Film bildet durchaus eine gute Basis für die Superbowl-Nacht.

Um das Niveau gegebenenfalls wieder etwas zu heben, aber thematisch nicht abzuschweifen, bietet sich Blind Side – Die große Chance perfekt an. Selbstverständlich muss zu allererst auf die tolle und zu Recht ausgezeichnete Sandra Bullock in ihrer Rolle als Football-Mum hingewiesen werden. Sie rockt den Film buchstäblich.  Die Erfolgsgeschichte des Michael Oher ist guter Filmstoff und wurde auch sehr charmant adaptiert. Nichts wirklich Neues, aber trotzdem eine nette Blind SideHommage an die sportverrückten Amerikaner. Was Blind Side als Sportlerdrama etwas vermissen lässt, ist aber dann doch der Sport. Viele Aspekte des Spiels selber werden nicht gezeigt, im Mittelpunkt steht das Drumherum. Die Bedeutung des Footballs für den Einzelnen wird deutlich hervorgehoben und auch Einblicke in die Maschinerie dahinter werden gewährt. Der Sport als Fahrkarte in eine bessere Zukunft, gepaart mit wahrer Nächstenliebe. Da klingelt schon ein bisschen The Star-Spangled Banner in den Ohren.

Jetzt noch ordentlich Fast-Food und der Abend steht. Da kann ich nur noch hinzufügen: Macht sie fertig, Patriots!

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