Alle Jahre Wieder – Bad Santa und Langer Samstag

Bad SantaHiermit setze ich jetzt den wirklich ersten Startschuss der cineastischen Lebensberatung und die erste Frage, die ich an das Kino richte, soll lauten: Wie überlebe ich den Weihnachtswahnsinn? Da ich meinen Blog nun mal zwei Wochen vor dem großen Fest starte, soll das erste Thema auch gleich passend sein. Es gibt ganz klar mehr als genug Weihnachtsfilme, die uns jeden Dezember wieder begegnen und dabei hat garantiert jeder seinen ganz persönlichen Liebling. Ich möchte aber besonders auf zwei Filme aufmerksam machen, die man sich am besten direkt nach dem samstäglichen Adventsshopping anschaut. Nichts gegen den kleinen Lord, aber manchmal muss eben ein Bad Santa sein.

Niemand ist ein schönerer Anti-Weihnachtsmann als Billy Bob Thornton, auch wenn er das versiffte Kostüm nicht ganz ausfüllen kann. In Bad Santa läuft der Ex-Mann von Angelina Jolie wirklich zur Höchstform auf und würde es den Weihnachtsmann wirklich geben, würde er wahrscheinlich inzwischen genauso aussehen. Jedes Jahr dieselben, fetten Kinder auf dem Schoß…da steht die Whiskey-Flasche einfach immer griffbereit. Wäre es bei Thornton nicht so unendlich komisch, man müsste wohl weinen. Der Film aus dem Jahre 2003 zeigt dem ganzen Weihnachtsirrsinn einfach mal schön direkt den Mittelfinger. Etwas, was ich zugegebermaßen spätestens am 3. Advent auch mal nötig habe. Die Jagd nach Geschenken, die alljährliche Weihnachtsfeier und zu guter Letzt noch die Verwandten. Ihr wisst wovon ich rede, nicht wahr? Tja, dann braucht es einfach mal diese 90 Minuten derbsten Auf-die-Fresse-Humor. Eine gründlichere Katharsis kann es zur besinnlichen Jahreszeit nicht geben.

Was das U.S.-Kino natürlich schon längst weiß, ist auch uns Deutschen klar: Der Langer Samstagunangenehmste Ort zur Weihnachtszeit ist ohne Zweifel das Einkaufszentrum. Deshalb hat der Münchner Regisseur Hanns Christian Müller auch genau ein eben solches als Schauplatz für seinen Film Langer Samstag gewählt. Im Poldi-Einkaufsmarkt treffen am letzten Tag vor Weihnachten u.a. Campino und Ottfried Fischer aufeinander. Muss ich noch mehr sagen? Auf diesen charmant-verrückten Film bin ich übrigens durch meine Mutter gestoßen. Es hat etwas ungemein Befriedigendes den punkigen Campino der beginnenden 90ziger Jahre bei einer Verfolgungsjagd durch die Schnäppchen-Gassen hetzen zu sehen. Auch sonst macht es tierisch Freude, das rege Treiben der Belegschaft zu verfolgen. Ich empfehle, diesen Film am 23.12. in aller Ruhe zu genießen, während mindestens ein Familienmitglied noch durch die Läden hechelt. Spätestens dann kann man dem Heiligen Abend entspannt entgegensehen.

Grundsätzlich gilt es, sich die weihnachtliche Frustration von der Seele zu lachen. Das geht eben doch am besten, wenn man mal ganz bewusst Andere auslachen darf. Deshalb bitte keine Scheu: Bei diesen beiden Filmen gezielt den Finger auf die Protagonisten richten und sich wegschmeißen!

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Ein Kommentar

  1. Mami

     /  13. Dezember 2011

    Guter Blog. Heut kommt „versprochen ist versprochen“ ,der ist fürn Arnie-Film gar nicht mal so schlecht, jedenfalls für die Festtage. Gruß von Mami

    Antwort

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